Was sind Förderkreise?

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Warum gibt es Förderkreise (FK)?

Die sieben deutschen Förderkreise setzen sich für weltweite Solidarität und soziale Gerechtigkeit ein. Sie leisten entwicklungspolitische Bildungsarbeit und bieten die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren.

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Oikocredit: neuer Geschäftsführer für Deutschland

Oikocredit: neuer Geschäftsführer für Deutschland

14. August 2012

Florian Grohs übergibt an Matthias Lehnert
Führungswechsel bei Oikocredit Deutschland: Am 15. August übernimmt Matthias Lehnert die Geschäftsführung von Dr. Florian Grohs, der zu Oikocredit International wechselt.

„Oikocredit ist seit über 35 Jahren ein Pionier des sozial verantwortlichen Investments. Die Anleger finanzieren mit ihren Investitionen die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in fast 70 Ländern. Wir wollen das noch bekannter machen und Menschen für unsere Arbeit gewinnen“, erläutert der neue Geschäftsführer in Mainz. „Das gilt besonders auch in Zeiten der Finanzkrise. Wir bieten eine Alternative zu konventionellen Geldanlagen, bei denen es ausschließlich um Renditeziele geht.“

Mit dem Geld ihrer Anleger vergibt die Genossenschaft Oikocredit Darlehen und Kapitalbeteiligungen an Mikrofinanzinstitutionen, Genossenschaften und Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Bundesweit investieren derzeit rund 20.000 private und institutionelle Anleger bei Oikocredit. Ein großer Teil des gesamten Mitgliederkapitals in Höhe von über 500 Millionen Euro stammt von deutschen Investoren. In den letzten Jahren haben sie stets zwei Prozent Dividende auf ihre Genossenschaftsanteile erhalten. „Unseren Anlegern geht es nicht um maximale Rendite, sondern um hohe soziale Wirksamkeit“, so Lehnert.

Bis 2009 war Matthias Lehnert wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Mannheim. Anschließend wurde er der erste hauptamtliche Geschäftsführer des Oikocredit Förderkreises Hessen-Pfalz e.V. in Frankfurt. Seit 2010 arbeitet Lehnert zudem ehrenamtlich im Vorstand des Entwicklungspolitischen Netzwerks Hessen mit. „Die Kontakte zu Nichtregierungs- und Entwicklungsorganisationen, aber auch zu Kirchen werden wir weiter ausbauen“, betont Lehnert. „Oikocredit hat ihre Wurzeln in der Ökumene und in der entwicklungspolitischen Community. Dort finden wir viel Unterstützung, aber auch konstruktive Kritik.“ Vor allem in der Diskussion über Mikrokredite gebe es einen regen Austausch. „Eine sozial orientierte Vergabe von Mikrokrediten ist ein wichtiges Instrument der Entwicklungsförderung“, ist Lehnert überzeugt. „Wir wollen dieses Instrument weiter verbessern. Dabei ist die öffentliche Diskussion für uns sehr wertvoll.“

Matthias Lehnert hat in der Vergangenheit bereits eng mit dem bisherigen Deutschland-Geschäftsführer Florian Grohs zusammengearbeitet. Grohs wechselt in die Oikocredit-Zentrale im niederländischen Amersfoort, wo er als Direktor der Abteilung Darlehen und Kapitalbeteilungen die Zusammenarbeit mit knapp 900 Oikocredit-Partnern in fast 70 Ländern verantwortet. Dabei kann der promovierte Agrarökonom seine früheren Erfahrungen bei verschiedenen Banken und als Oikocredit-Regionalbeauftragter für Osteuropa einbringen.

www.oikocredit.org

Oikocredit in Zahlen (Stand 30.6.2012)

  • An Partnerorganisationen vergebene Finanzierungen: 522 Millionen Euro
  • 864 Partner in fast 70 Entwicklungs- und Schwellenländern
  • Die Oikocredit-Mikrofinanzpartner erreichen über 26 Millionen Menschen
  • 45.000 Anlegerinnen und Anleger, davon rund 20.000 in Deutschland
  • Rendite für Anleger: In der Regel 2 Prozent
  • Sitz der internationalen Oikocredit-Zentrale: Amersfoort/Niederlande

Kontakt Oikocredit Deutschland

Ulrike Haug
Göttelmannstr. 13
55130 Mainz
Tel.: 06131 / 329 32 23
Mob.: 0177 / 21 34 388
uhaug@oikocredit.de

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