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Warum gibt es Förderkreise (FK)?

Privatpersonen können nicht direkt Mitglied der Genossenschaft Oikocredit werden. Sie treten stattdessen einem der sieben deutschen Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Vereine, Stiftungen und Gemeinden, die bei Oikocredit investieren.

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Corona-Pandemie: die wichtigsten Antworten auf Ihre Fragen

Die Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Oikocredit und der Corona-Pandemie lesen Sie hier

Stand Juni 2021

  • Welche Auswirkungen hat die Coronapandemie für Oikocredit? Und wie werden die mit der Pandemie einhergehenden Risiken gesteuert?

    Oikocredit setzt sein Geschäft fort. Wir verfolgen weiterhin unsere Aufgabe und unterstützen unsere Partnerorganisationen sowie die von ihnen betreuten Menschen mit niedrigen Einkommen – in einer Zeit, in der sie mehr denn je Unterstützung benötigen. In unserem Jahresbericht 2020 berichten wir detailliert, wie wir die mit der Pandemie einhergehenden Risiken steuern und wie sich Corona auf unsere Finanzergebnisse 2020 ausgewirkt hat. Bislang haben wir 2021 gute Fortschritte beim Wiederaufbau unserer Kredit- und Investmentportfolios gemacht und unterstützen neue Partnerorganisationen. Mehr lesen >

    Noch immer ist die Unsicherheit in unseren Schwerpunktländern groß, und wir analysieren die Risiken, die den Wert unseres Entwicklungsfinanzierungs-Portfolios schmälern könnten.  Wir halten unsere Mitglieder und Investor*innen über den Wert ihres Investments unter der Rubrik Neues und mit Quartalsberichten auf dem Laufenden.

    Wir behalten die Entwicklungen im Zusammenhang mit COVID-19 genau im Auge. Wir haben Teams aus Mitgliedern der Geschäftsführung von Oikocredit gebildet, die zusammen mit Expert*innen aus unserem Unternehmen folgende Themen beobachten:

    • Status unserer Investitionen und Kredite in und für unsere Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika
    • Fragen und Anmerkungen unserer Mitglieder und Investor*innen sowie Mittelzu- und -abflüsse unser Kurzläufer-Portfolio und andere liquide Mittel
    • Allgemeine Entwicklungen im Zusammenhang mit der Pandemie (Einfluss auf das Wohlergehen und auf die Effizienz unserer Mitarbeiter*innen weltweit). 
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  • Wie arbeitet Oikocredit mit seinen von COVID-19 betroffenen Partnerorganisationen zusammen?

    Wir stehen nach wie vor mit unseren über 540 Partnerorganisationen in engem Kontakt, um sicherzustellen, dass wir ihre sich ändernden Anforderungen bestens verstehen, sodass Oikocredit effizient helfen kann – vor allem, wenn sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Selbst in den stark von der Pandemie betroffenen Ländern kommen die meisten unserer Partnerorganisationen jetzt gut zurecht, aber wir wissen, dass sich das ändern kann.

    Nachdem wir 2020 noch 113 Partnerorganisationen Zahlungsaufschub gewährt hatten, um sie finanziell zu entlasten, waren es Ende des Jahres nur noch 69. Im 1. Quartal 2021 war die Zahl auf 37 zurückgegangen. Die Kreditqualität des Portfolios ist also wieder gestiegen. 90 % unserer Partnerorganisationen zahlen jetzt ihre Kredite wieder pünktlich zurück. 

    Kürzlich haben wir unser interaktives Partnerportal ins Leben gerufen, über das wir unsere Partnerorganisationen noch besser betreuen, Informationen leichter weitergeben und effizienter kommunizieren können.

    2020 boten wir unseren Partnerorganisationen Onlineseminare und Video-Meetings an, in denen wir sie zu folgenden Themen berieten: Aufrechterhaltung des Geschäfts und Cashflows, Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeiter*innen und Kund*innen, die Folgen der Pandemie für Kund*innen, Stresstests, Risiko- und Szenarioplanung sowie darüber, was man von Branchenführern lernen kann. 2021 boten wir hierzu weiterführende Onlineseminare an. 

    Unsere Partnerorganisationen haben positiv auf unsere Unterstützung reagiert, vor allem die kleineren unter ihnen. Die externen Risiken, denen wir alle seit Beginn der Pandemie ausgesetzt waren, haben sie und uns enger zusammenrücken lassen.

    Neben unseren eigenen Bemühungen arbeiten wir weiter mit anderen wirkungsorientierten Investor*innen zusammen, um unsere Reaktionen auf die Herausforderungen der Pandemie zu koordinieren und unsere Partnerorganisationen noch besser zu unterstützen. 2020 haben wir uns zwei Gemeinschaftsinitiativen zur Förderung der finanziellen Inklusion während der Pandemie angeschlossen:

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  • Welche Auswirkungen hat die Coronapandemie für die Partnerorganisationen und Kund*innen von Oikocredit?

    Viele Kund*innen unserer Partnerorganisationen konnten 2020 aufgrund der Coronarestriktionen, die die Wirtschaftsaktivität gebremst haben, meist nicht wie gewohnt arbeiten. Das galt vor allem für den Mikrofinanzsektor, während Landwirtschaft und erneuerbare Energien weniger betroffen waren. Oikocredit hat seine Partnerorganisationen nach einem besonderen Prozess begleitet, eingeordnet und unterstützt – genauso wie die Partnerorganisationen es mit ihren Kund*innen getan haben. 

    Seit Ende 2020 und in den ersten Monaten des laufenden Jahres hat sich die Lage verbessert, aber noch immer bestehen Unsicherheiten. Sektoren und Länder waren unterschiedlich stark von den Folgen der Pandemie, ihrem Eintreten und ihrer Dauer betroffen. Auch die staatlichen Maßnahmen unterschieden sich. Es könnte neue Infektionswellen geben. Deshalb beobachten wir die Lage sehr genau.

    Wahrscheinlich werden die Menschen mit niedrigen Einkommen, für die unsere Partnerorganisationen tätig sind, noch einige Zeit unter der Pandemie und ihren Folgen leiden. Deshalb benötigen sie aus unserer Sicht besondere Unterstützung, sodass sie sich erholen und langfristig stabil werden können.

    Die ungleiche Verteilung des Impfstoffs auf die Länder macht uns Sorgen. Dieses Thema betrifft viele Partnerorganisationen und ihre Kund*innen. Solange einige Länder weitgehend von Impfungen und deren Präventionsvorteilen ausgeschlossen sind, bestehen hohe Risiken für alle Menschen weltweit.

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  • Welche Rolle spielte der Aufbau von Capacity Building bei der Reaktion von Oikocredit auf die Pandemie?

    Im Rahmen unserer aktiven Reaktion auf die Coronakrise im Jahr 2020 hat Oikocredit seine Partnerorganisationen beim Kompetenzaufbau und bei der Weiterbildung unterstützt. Beispielsweise boten wir eine Onlineseminar-Reihe und Video-Meetings zum Thema Krisenmanagement, damit sich unsere Partnerorganisationen gegenseitig unterstützen konnten sowie spezielle Websites mit Informationsmaterial.

    Wir haben einen Corona-Solidaritätsfonds  eingerichtet, um unsere Partnerorganisationen dabei zu helfen, ihre Kund*innen zu unterstützen. Ende 2020 wurden 70.287 Euro aus dem Fonds an 38 Partnerorganisationen in 19 Ländern weitergeleitet. Die finanzielle Unterstützung ging an besonders anfällige Partnerorganisationen und Kund*innen, die sich an staatliche Einschränkungen von Mobilität, sozialen Kontakten, an strenge Vorschriften zum persönlichen Schutz  sowie zu sanitären Einrichtungen und Hygiene halten mussten. Später haben wir die Verwendung des Fonds auf Notfallhilfen für Partnerorganisationen und deren Kund*innen, deren Existenz gefährdet war, ausgeweitet und auch den landwirtschaftlichen Sektor unterstützt. Außerdem nutzten wir Gelder aus dem Fonds, um Partnerorganisationen bei Anpassungen ihrer Organisationsstruktur an die neue Situation zu unterstützen, damit sie ihre Tätigkeit fortsetzen konnten.

    Wir haben unser Kompetenzaufbauprogramm neu gestaltet und von Präsenz- auf Onlineseminare umgestellt, bis die Coronarestriktionen vollständig aufgehoben sind.

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  • Welche Auswirkungen hat die Coronapandemie für die Mitglieder und Kund*innen von Oikocredit?

    Unsere Mitglieder und Investor*innen haben uns sehr unterstützt, und die meisten sind uns treu geblieben. Durch einige wenige Mittelabflüsse und geringere Zuflüsse ist das Mitgliederkapital 2020 leicht zurückgegangen, aber unsere Investor*innenbasis blieb stabil. Seit Anfang 2021 sind die Zuflüsse von Mitgliedern und Investor*innen erfreulich gestiegen.  

    Dank des regelmäßigen Dialogs über die Zielmärkte mit den Oikocredit-Fördervereinen haben wir stets Verbindung mit den Investor*innen gehalten und sie informiert, was Oikocredit tut, um diese schwere Zeit zu überstehen. Seit 2020 erstellen wir (ungeprüfte) Quartalsberichte über unsere finanzielle Performance. Unsere Investor*innen erfahren den Nettoinventarwert (NAV) je Anteil und alles über die Folgen der Pandemie für Oikocredit und seine Partnerorganisationen. Seit dem 1. Quartal 2021 gibt es auch Kommentare zu wichtigen Quartalskennzahlen.

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  • Welche Auswirkungen hat die Coronapandemie für die Mitarbeiter*innen von Oikocredit?

    Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter*innen stehen für uns weiter an erster Stelle. Als internationale Organisation haben wir uns an die staatlichen Gesundheitsvorschriften der Länder, in denen wir aktiv sind, gehalten.

    Die meisten unserer Mitarbeiter*innen arbeiten seit Beginn der Lockdowns im letzten Jahr von zu Hause aus, auch jetzt noch. Wir haben eine gute Infrastruktur, die dies ermöglicht. Beispielsweise nutzen wir digitale Tools, um unsere Partnerorganisationen zu begleiten, Portfolios zu kontrollieren und vor jeder Finanzierung sorgfältige Prüfungen durchzuführen. Wir waren sehr beeindruckt, wie gut sich unsere Mitarbeiter*innen und Partnerorganisationen an die neue Situation angepasst haben. Die pandemiebedingten Herausforderungen im Homeoffice und in der Familie zu meistern ist für viele eine schwere Aufgabe, und wir tun nach wie vor alles, damit es unseren Mitarbeiter*innen gut geht.

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  • Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf die Performance von Oikocredit?

    Trotz all unserer Bemühungen blieb auch die finanzielle Performance von Oikocredit von den Folgen des Coronavirus und dem damit einhergehenden Konjunkturabschwung nicht unberührt, aber wir haben Widerstandsfähigkeit bewiesen. Nach 14,3 Millionen Euro Gewinn im Jahr 2019 verzeichnete Oikocredit 2020 einen Nettoverlust von 22,2 Millionen Euro. Maßgeblich verantwortlich dafür war unsere Entscheidung, unser Kapital sofort nach Einsetzen der Pandemie abzusichern und einen hohen Barmittelbestand vorzuhalten.

    Das 1. Quartal 2021 war besser als erwartet und schloss mit 11,9 Millionen Euro Gewinn. Der Nettoinventarwert (NAV) je Anteil stieg von 210,50 Euro auf 213,11 Euro und ist damit fast wieder so hoch wie vor der Pandemie. Unserem Nettoergebnis und dem NAV kam die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 9,5 Millionen Euro zugute. Der Wert des Entwicklungsfinanzierungs-Portfolios stieg im 1. Quartal um 1,3 % von 845,1 Millionen auf 856,3 Millionen Euro, ist aber noch immer niedriger als Anfang 2020 (1.064,6 Millionen Euro). Der Anteil des Risikoportfolios, also des PAR-90-Portfolios (mit Krediten, deren Bedienung seit mindestens 90 Tagen überfällig ist, ohne Partnerorganisationen, denen wir Zahlungsaufschub gewährt haben), ist von 5,8 % Ende 2020 auf 5,6 % zurückgegangen. Wie wir oben geschrieben haben, ist das Kapital nach einem Rückgang im Jahr 2020 in den letzten Monaten wieder gestiegen, und der Barmittelanteil liegt bei guten 30,8 %. Damit ist Kapitalzuwachs möglich und es sind ausreichend Mittel für die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen vorhanden.

    Weitere Einzelheiten zum Jahr 2020 finden Sie in unserem Jahresbericht 2020. Mehr über das 1. Quartal 2021 finden Sie in unseren Fakten und Zahlen.

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  • Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf Kurzläufer und andere liquide Anlagen von Oikocredit?

    Die Finanzexpert*innen von Oikocredit überwachen das Vermögen, das wir für das Liquiditätsmanagement vorhalten. 2020 haben wir unseren Liquiditätspuffer (Barmittel oder Kurzläufer) auf 33,1 % des Gesamtvermögens steigen lassen, um auf die Krise zu reagieren und darauf vorbereitet zu sein, dass mehr Investor*innen ihre Anteile zurückgeben. Im 1. Quartal 2021 ging die Liquidität leicht auf 30,8 % zurück, vor allem aufgrund höherer Auszahlungen in Indien. Das Kurzläufer-Portfolio besteht aus liquiden Investmentgrade-Anleihen mit Börsennotierung, die aufgrund ihrer vergleichsweise hohen Kreditqualität weniger anfällig sind für Schwankungen an den Finanzmärkten als andere Arten von Anleihen. Ein wesentlicher Teil des Kurzläufer-Portfolios besteht aus grünen Anleihen, mit denen wir ausgewählte Klima- oder Umweltprojekte finanzieren.

    Im 1. Quartal erzielten wir mit der Währungsallokation einen kleinen Gewinn, während unsere Kurzläufer aufgrund der höheren US-Renditen etwas an Wert verloren.

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  • Gehen Sie davon aus, dass die Pandemie auch in Zukunft Folgen für Oikocredit haben wird?

    Im letzten Jahr hat unsere Genossenschaft aufgrund von COVID-19 einen Verlust verzeichnet, und unsere Reserven sind etwas zurückgegangen. Die Ergebnisse im 1. Quartal machen uns aber zuversichtlich, dass das Portfolio von Oikocredit Boden gutmachen wird, und wir erwarten im Laufe des Wiederaufbaus steigende laufende Erträge. Aber wir bleiben vorsichtig. Die Konjunkturaussichten in unseren Schwerpunktländern sind nach wie vor unsicher. Wir kontrollieren streng die Kosten und behalten mögliche neue Risiken durch COVID-19 oder andere unvorhergesehene Entwicklungen im Auge.

    Sorgfalt, Kontinuität und Chancen sind die Schlagworte, auf die wir achten, wenn sich die Volkswirtschaften allmählich wieder erholen und der Finanzierungssektor wieder Fahrt gewinnt.

    Im Juni fand unsere Jahreshauptversammlung statt – online. Wir berichteten unseren Mitgliedern über die Fortschritte unseres neuen wirkungsorientierten Vierjahres-Plans. Aufgrund der Beeinträchtigungen durch die Pandemie mussten wir unsere Geschwindigkeit etwas drosseln. Bis Ende des Jahres soll die neue Strategie startbereit sein.

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