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Warum gibt es Förderkreise (FK)?

Privatpersonen können nicht direkt Mitglied der Genossenschaft Oikocredit werden. Sie treten stattdessen einem der acht deutschen Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Vereine, Stiftungen und Gemeinden, die bei Oikocredit investieren.

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Fragen und Antworten zu Oikocredit und der Corona-Pandemie

Hier finden Sie Antworten zu aktuellen Fragen rund um Oikocredit und die Corona-Pandemie.

Stand 06. Mai 2020

  • Wie wirkt sich die Corona-Krise langfristig auf die Partnerorganisationen von Oikocredit und deren Kund*innen aus?

    Es ist noch zu früh, um zu sagen, welche finanziellen Folgen die Pandemie auf alle Märkte, in denen wir tätig sind, haben wird und wie sich diese auf unsere Partner und ihre finanzielle Nachhaltigkeit auswirken. Dies ist nicht nur bei Oikocredit der Fall, sondern eine Herausforderung für die ganze Welt.

    Es ist aber wahrscheinlich, dass insbesondere die einkommensschwachen Gemeinschaften, mit denen unsere Partner zusammenarbeiten, stark von der Pandemie und deren Folgen betroffen sein werden. Dementsprechend glauben wir, dass sie zusätzliche Unterstützung benötigen werden und dass die Unterstützung, die Oikocredit anbieten kann, in Zukunft sogar noch wichtiger sein wird.

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  • Wie unterstützt Oikocredit ihre Partnerorganisationen?

    Unsere Mitarbeiter*innen rund um den Globus, arbeiten eng mit unseren Partnerorganisationen zusammen. Sie verfolgen die jeweils spezifische Situation in den betroffenen Ländern und Regionen und stehen mit all unseren über 600 Partnerorganisationen in Kontakt – zum Beispiel per Telefon. In diesem Dialog ermitteln wir den jeweiligen Bedarf und finden gemeinsam heraus, wie Oikocredit am besten zur Bewältigung von Herausforderungen beitragen kann. Dies gilt insbesondere dort, wo Partner mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert sind.

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  • Welche zusätzliche Unterstützung bietet Oikocredit ihren Partnern an?

    Oikocredit bietet ihren Partnern aktive Unterstützung durch zusätzliche Beratungsangebote und Capacity-Building-Programme an. Dazu gehören:

    • eine Webinar-Reihe zum Krisenmanagement während der Pandemie,
    • Angebote zur virtuellen Vernetzung, damit Partner untereinander erfolgreiche Praktiken im Krisenmanagement austauschen können,
    • sowie ein Coronavirus-Solidaritätsfonds, um Mikrofinanzpartnern zusätzliche Unterstützung für ihre Kund*innen zukommen zu lassen.

    Die Genossenschaft kooperiert zudem mit anderen Impact Investoren, etwa im Bereich Mikrofinanz. Mit vereinten Kräften werden Initiativen auf den Weg gebracht, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begegnen. Zu den Initiativen gehören:

    Mit diesen Maßnahmen wollen wir unseren sozialen Auftrag verfolgen. In einer Zeit, in der der Bedarf an Unterstützung besonders groß ist, wollen wir unsere Partner begleiten und stärken, die wiederum mit ihrer Arbeit insbesondere Menschen mit geringem Einkommen erreichen.

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  • Was bedeutet die Corona-Pandemie für das Anlageportfolio von Oikocredit?

    Die Anlagenmanager*innen bewerten fortlaufend die potenziellen Auswirkungen auf den Wert unseres Projektfinanzierungsportfolios, um das Kapital unserer Mitglieder und Anleger*innen zu schützen. Aufgrund der Art unseres Portfolios (Darlehen und Kapitalbeteiligungen) und der Anzahl der Partnerorganisationen (über 600 Partner in mehr als 60 Ländern) wird die Bewertung der finanziellen Auswirkungen Zeit brauchen. Auch diese Bewertung werden wir immer wieder situationsbedingt der Entwicklung der Pandemie anpassen.

    Die Auswirkungen der Pandemie auf die Geschäfts- und Finanzlage von Oikocredit sind noch nicht in Gänze absehbar. Wir erwarten allerdings, dass wir die Wachstumsziele, die wir in der Strategie 2018-2022  kommuniziert haben, nicht erreichen werden. Wir werden die Bewertung der Lage fortlaufend aktualisieren und dabei das jeweilige Ausmaß und die Dauer der Coronavirus-Krise in den Ländern und Regionen, in denen wir arbeiten, berücksichtigen.

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  • Was bedeuten die Entwicklungen für die Mitglieder und Anleger*innen von Oikocredit?

    Wir sind stets für unsere Anleger*innen über die regionalen Förderkreise sowie die nationalen Geschäftsstellen erreichbar. Oikocredit International steht mit diesen in regelmäßigem Kontakt und verfolgt die Entwicklungen in allen Ländern, in denen wir Anleger*innen haben, um auf länderspezifische Rückfragen und unterschiedliche Anliegen und Bedarfe reagieren zu können.

    Ein Teil des umsichtigen Umgangs von Oikocredits mit der Corona-Krise besteht darin, den Dividendenvorschlag für die Generalversammlung im Juni von 1% auf 0% anzupassen. Die Gründe dafür, 2019 keine Dividende auszuschütten, sind vielfältig. Wenn die durch die Pandemie verursachten Unsicherheiten anhalten, hilft diese Maßnahme dabei, den Fortbestand der Genossenschaft und den Schutz des Kapitals ihrer Mitglieder zu gewährleisten. Darüber hinaus kann Oikocredit dadurch flexibler auf die Bedarfe der von ihr finanzierten Partner reagieren. Mehr über diese Entscheidung können Sie in der vollständigen Meldung zu diesem Thema lesen.

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  • Warum setzt Oikocredit die Dividende für 2019 aus?

    Am 19. März hatte die Geschäftsführung von Oikocredit auf Basis der positiven Finanzergebnisse für 2019 die Ausschüttung einer Dividende von 1 Prozent vorgeschlagen. Seitdem hat der Verlauf der Coronavirus-Krise den Rahmen, in dem sich Oikocredit bewegt, weltweit dramatisch verändert. Die Pandemie hat Auswirkungen auf die Aktivitäten der Genossenschaft sowie ihrer Partnerorganisationen. Viele der Annahmen, auf denen der ursprüngliche Dividendenvorschlag beruhte, treffen nicht mehr zu.

    Noch ist unklar, wie sich die Pandemie mittel- und langfristig auf die Geschäftstätigkeit und Finanzlage von Oikocredit auswirken wird. Klar ist jedoch, dass wir unsere Wachstums- und Ertragsziele für 2020 nicht erreichen werden.

    Da die Krise noch nicht ausgestanden ist und weiterhin zahlreiche Unwägbarkeiten bestehen, nahmen die Mitglieder von Oikocredit bei der Generalversammlung am 11. Juni den revidierten Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrates an.

    Ein Verzicht auf eine Dividendenausschüttung für 2019 ist aus folgenden Gründen im Interesse der Genossenschaft:

    • Oikocredit kann die allgemeinen Rücklagen so um 11 Millionen Euro stärken. Diese Mittel wären andernfalls als Dividende ausgeschüttet worden. Falls sich die wirtschaftliche Entwicklung verschlechtern sollte, ist Oikocredit damit gut aufgestellt, um die Herausforderungen besser zu meistern.
    • Vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie trägt der Dividendenverzicht dazu bei, den Fortbestand der Genossenschaft zu sichern und das Kapital ihrer Mitglieder zu schützen.
    • Oikocredit kann dadurch flexibler auf die Bedürfnisse der von ihr finanzierten Partner reagieren, die ihrerseits Menschen mit niedrigem Einkommen unterstützen, die von der Krise besonders sind.

    Lesen Sie hier die Bekanntmachung des bei der Generalversammlung verabschiedeten Dividendenbeschlusses: [Link zur Meldung]

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  • Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf die Arbeit von Oikocredit im Allgemeinen?

    Oikocredit setzt die Arbeit trotz Corona-Pandemie selbstverständlich fort. Dabei achten wir besonders darauf, dass zentrale Prozesse ohne Beeinträchtigungen aufrecht erhalten werden. Wo möglich, arbeiten unsere Mitarbeiter*innen weiterhin von zuhause, Besprechungen halten wir per Videokonferenz ab. Als globales Unternehmen befolgen wir die Empfehlungen zur öffentlichen Gesundheit, die von den Behörden in den Ländern herausgegeben werden, in denen wir arbeiten.

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  • Wie geht Oikocredit mit den Risiken um, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst werden?

    Aktuell beobachten wir die Entwicklungen kontinuierlich und reagieren darauf. Wir verfügen über Notfallpläne für den Fall größerer Einschränkungen in unserem Betrieb. Zudem haben wir spezielle Fachteams aus Mitgliedern der Geschäftsführung von Oikocredit und internen Expert*innen gegründet, um schnell und adäquat handeln zu können.

    Die Fachteams verfolgen insbesondere: 

    • den Status unserer Investitionen in und Darlehen an unsere Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika;
    • Fragen und Bedenken unserer Mitglieder und Anleger*innen sowie die allgemeine Situation beim Zu- und Abfluss von Mitgliederkapital;
    • unser Anlageportfolio und andere liquide Mittel; und
    • allgemeine Entwicklungen im Zusammenhang mit der Pandemie, einschließlich ihrer Auswirkungen auf das Wohlergehen und die Wirkmöglichkeiten unserer Mitarbeiter*innen weltweit.
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