Was sind Förderkreise?

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Warum gibt es Förderkreise (FK)?

Die sieben deutschen Förderkreise setzen sich für weltweite Solidarität und soziale Gerechtigkeit ein. Sie leisten entwicklungspolitische Bildungsarbeit und bieten die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Oikocredit investiert 5,9 Millionen US-Dollar in nicaraguanisches Unternehmen Nicafrance

Oikocredit investiert 5,9 Millionen US-Dollar in nicaraguanisches Unternehmen Nicafrance

global-equity-team-2015.jpg12. Februar 2016

Unterstützung kleinbäuerlicher Kaffeelieferanten

Oikocredit hat 5,9 Millionen US-Dollar in das nicaraguanische Unternehmen Cafetalera Nicafrance SA (Nicafrance) investiert. Diese Investition erfolgt im Rahmen einer gemeinsam mit Moringa Partnership getätigten Kapitalbeteiligung im Wert von 13,3 Millionen US-Dollar.

Nicafrance ist in der Agroforstwirtschaft tätig; Das Unternehmen baut hochwertigen zertifizierten Kaffee sowie Nutzholz im Verwaltungsbezirk Matagalpa an. Nicafrance ist ein einzigartiges Beispiel für ein agroforstwirtschaftliches Unternehmen, das den Plantagenanbau von Kaffee mit kontrollierter Waldbewirtschaftung kombiniert. Der Schwerpunkt liegt auf einheimischen Holzarten und Edelhölzern. Kaffee aus Schattenanbau stellt ein zwar kleines, aber wachsendes Segment des Kaffeemarktes dar.

Durch die Kapitalbeteiligung kann Nicafrance ein neues Programm zur Unterstützung kleinbäuerlicher Kaffeelieferanten vor Ort umsetzen. Das Programm umfasst finanzielle Unterstützung für kleine Betriebe, deren Kaffeepflanzen von einer Pilzerkrankung, dem sogenannten Kaffeerost, betroffen sind. Mit dem Kapital können die Bäuerinnen und Bauern ihre Plantagen sanieren. Des Weiteren sollen kleinbäuerliche Betriebe bei der Einführung nachhaltiger Waldbewirtschaftung unterstützt werden. Das Projekt, das sich auf insgesamt 1.700 Hektar erstreckt, soll die Widerstandsfähigkeit eines Gebiets stärken, das erheblich von den Folgen der Erderwärmung betroffen ist.

Im Rahmen des Programms wird Nicafrance pro Jahr rund 5.000 Tonnen hochwertigen Kaffee für Spitzenröster in Europa, den USA und Asien produzieren. Für Qualitätskaffees dieser Art werden hohe Preise gezahlt; davon profitieren wiederum die Sozialinitiativen des Unternehmens.

„Nicafrance ist ein Unternehmen mit enormer positiver Wirkung für die lokale Bevölkerung“, sagt Tom Keleher, stellvertretender Direktor für Kapitalbeteiligungen. „ Nicafrance bietet bis zu 6.000 feste und saisonale Arbeitsplätze. Daneben unterstützt das Unternehmen seine Beschäftigten und deren Familien in den Bereichen medizinische Versorgung, Transport, Wohnraum und Bildung.“

Er ergänzt: „Die von Oikocredit investierten 5,9 Millionen US-Dollar markieren den Beginn einer langfristigen Partnerschaft. Oikocredit wird dabei auch im Aufsichtsrat des Unternehmens vertreten sein und in dieser Funktion strategische Orientierungshilfe sowie Erfahrung in puncto Unternehmensführung beisteuern. Gleichzeitig hat Nicafrance dadurch Zugang zu Oikocredits globalem Netz aus Landwirtschaftspartnern und Lieferanten.“

In den Jahren 2012 und 2013 kam es in der Region, in der Nicafrance tätig ist, zu einem Ausbruch der Pilzerkrankung Kaffeerost. Das führte zu massiven Ernteausfällen und gefährdete die Lebensgrundlage der Menschen, die vom Kaffeeanbau abhängen.

Nicafrance wurde 1992 von Clément Marie Ponçon gegründet. Seitdem hat sich das Unternehmen zu einem der führenden Kaffeeanbauer in Zentralamerika entwickelt. Nicafrance beliefert große internationale Röster und führende Kaffeehersteller.

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