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Vision vs. Wirklichkeit: #Fairerleben-Experiment Teil 1

Vision vs. Wirklichkeit: #Fairerleben-Experiment Teil 1

30. September 2020 - von Lisa Schiller - 0 Kommentare

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Als sie gefragt wurde, ob sie bei der #fairerleben Aktion in der Fairen Woche mitmachen möchte, dachte Lisa Schiller sofort: „Ja, klar! Das ist total mein Ding!“ Aber als der Aktionszeitraum näher rückte, lief der ehrenamtlichen Oikocredit-Unterstützerin die Zeit davon. Wieder einmal gab es in ihrem Leben eine Kluft zwischen Vision und Wirklichkeit.

Schon seit vielen Jahren versuche ich Schritt für Schritt mein Leben immer nachhaltiger und fairer zu gestalten. Beispielsweise habe ich vor über fünf Jahren meine Ernährung auf hauptsächlich vegane Ernährung umgestellt. Ich kaufe viele Dinge gebraucht und nutze die Dinge, die ich besitze so lange wie möglich. Ich achte auf Bio- und Fairtrade-Siegel. Wenn möglich nutze ich den ÖPNV. Ich lege mein Geld nachhaltig und fair bei Oikocredit an...

Stromverschwendung adé

Aktuell bin ich in der Aktionsgruppe "Enkeltauglich leben". Wir treffen uns fünf Mal im Abstand von vier Wochen und stellen uns selbst "Challenges", um unser Leben "enkeltauglicher" zu machen. Diese Gruppe wurde inspiriert durch die "Pioneers of Change". Dort habe ich gelernt, dass ein sehr hoher Anteil am privaten Stromverbrauch durch Kühl-Geräte entsteht und ich habe mich daran erinnern lassen, dass Geräte im Stand-by auch Strom verbrauchen. Ich habe mir vorgenommen ab sofort meine Küchengeräte wie Mikrowelle, Teekocher, Dunstabzugshaube, etc. immer nach Gebrauch auszustecken. Diese Gewohnheit zu etablieren braucht wirklich viele Erinnerungen, aber ich bin auf dem Weg. Außerdem habe ich mir vorgenommen, meinen Tiefgefrierschrank nicht mehr zu benutzen. Dieser ist zwar sehr praktisch, aber ich nutze ihn doch nicht so intensiv, wie ich erwartete, als ich ihn eingeschaltet habe. (Davor habe ich ein Jahr ohne ihn gelebt, ich weiß also, dass dies sehr gut möglich ist.) Seitdem kaufe ich keine weiteren tiefgefrorenen Lebensmittel mehr ein, sondern nutze die Sachen, die da sind und versuche den Schrank zu leeren.

Der kritische Faktor Zeit

Ich hatte mir für die Faire Woche vorgenommen diese Aktion zu Ende zu bringen und hier davon zu berichten. Aber ehrlich gesagt stehe ich heute noch an dem gleichen Punkt, wie am Anfang der fairen Woche. Das Leben und der Alltag haben sich überschlagen: die Einschulung von meinem Sohn auf seine neue Schule, Einrichten in dem neuen Alltag mit neuem Job und Freizeit-Aktivitäten meines Sohnes, usw. So viel Neues, davon musste ich mich dann auch ausruhen und es blieb irgendwie keine Zeit mehr vom Tag übrig.

Die letzten Wochen habe ich mir immer wieder den Text Core Nonviolence Commitments auf Thefearlessheart.org durchgelesen. Für mich kommt hier sehr gut heraus, wie wichtig es ist, nicht an der Kluft zwischen Vision und Wirklichkeit zu verzweifeln, sondern trotzdem weiter zu gehen und sich Unterstützung in der Gemeinschaft zu suchen.

Mit kleinen Schritten zum Ziel

Dies mache ich nun hier mit meinem Text. Zwar ist mein Tiefkühlschrank noch nicht abgetaut, aber der Entschluss steht fest und ihr alle, die es jetzt lest, bezeugt es und allein dadurch unterstützt ihr mich bei der Umsetzung. Die ganze Aktion ist eine Ermutigung, dass auch kleine Schritte wirksam sind und wirksam werden können, wenn sie sichtbar werden.
Ich freue mich dabei zu sein.

Lisa Schiller.jpg  Kühlschrank.jpg

Lesen Sie weiter:

Teil 2 des #fairerleben-Experiments: Der Weg des geringsten Widerstandes von Corinna Groß

Teil 3 des #fairerleben-Experiments: über energetische Sanierung, die Entsorgung von Elektroschrott – und was es mit den gelben Bändern an den Obstbäumen im Park auf sich hat von Marc Ehrmann

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