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SEKEM: Die Heliopolis Universität: Studieren und Forschen für nachhaltige Entwicklung

SEKEM: Die Heliopolis Universität: Studieren und Forschen für nachhaltige Entwicklung

15. April 2015 - von Eberhard Proissl - 0 Kommentare

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Auf der Rückfahrt in Richtung Kairo stärken wir uns in einem kleinen Rasthaus. Mitten in der Wüste entdecken wir kartonweise Wasserflaschen der SEKEM-Firma ISIS. 

Erst vor kurzem erhielt SEKEM die Lizenz für die Vermarktung von Trinkwasser, nachdem sich das Antragsverfahren aufgrund der politischen Veränderungen jahrelang hingezogen hatte. SEKEM vertreibt jetzt 40.000 Liter Wasser pro Tag in ganz Ägypten. 

Nach mehreren Stunden Busfahrt erreichen wir die Heliopolis Universität am Rand von Kairo. Sie wurde im Jahr 2012 von SEKEM eröffnet und ist die erste Einrichtung im arabischen Raum, die gezielt nachhaltige Entwicklung lehrt und in der Forschung priorisiert. Zurzeit sind rund 600 StudentInnen eingeschrieben. Die Universität verzeichnet eine steigende Anzahl von StudentInnen und hat Kooperationen mit anderen Universitäten in Europa. Über 50 % der ProfessorInnen und StudentInnen sind Frauen.

Im Außenbereich der Universität gehen wir durch eine Anlage, in der man neue Sorten für Heil- und Lebensmittel zu Forschungszwecken anbaut.

Wir lassen uns die drei Fakultäten (Ökonomie, Technik und Pharmazie) erläutern, die sich auf folgende Schwerpunkte konzentrieren: Neue Modelle in Wirtschaft und Geschäftsleben, neue technische Lösungen und ganzheitliches Gesundheitswesen.

Die Universität möchte kreative und innovative Führungspersönlichkeiten ausbilden, die in der Lage sind, mit den begrenzten Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen. Theorie und Praxis werden während des Studiums eng verzahnt. Außerdem entwickelt man mit verschiedenen Forschungsprojekten zum Beispiel den Anbau von Bio-Produkten, die Bewässerungsmethoden und die Nutzung regenerativer Energien weiter. Die Universität soll in den nächsten Jahren um weitere Fakultäten erweitert werden.

Zusätzlich zu den Hauptfächern nehmen alle StudentInnen an einem Studium Generale teil, das ihre individuelle Kreativität und die Fähigkeit zur Teamarbeit fördern soll. Durch künstlerisches Gestalten und leibliche Übungen sollen Kopf, Herz und Hände in Einklang kommen.