Wählen Sie Ihre Region

Fenster schließen
West- deutscher FK FK Bayern Ost- deutscher FK FK Niedersachsen - Bremen FK Nord- deutschland FK Baden - Württemberg FK Hessen - Pfalz

Warum gibt es Förderkreise (FK)?

Privatpersonen können nicht direkt Mitglied der Genossenschaft Oikocredit werden. Sie treten stattdessen einem der sieben deutschen Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Vereine, Stiftungen und Gemeinden, die bei Oikocredit investieren.

Suche

SEKEM: Sonnenenergie und sparsamer Wasserverbrauch

SEKEM: Sonnenenergie und sparsamer Wasserverbrauch

14. April 2015 - von Eberhard Proissl - 2 Kommentare

Tags: , , ,

Eine mehrstündige Busfahrt führt uns zur SEKEM-Farm „El Wahat“ im ägyptischen Teil der libyschen Wüste, rund 370 Kilometer südwestlich von Kairo.

Seit 2008 kultivieren dort Mitarbeiter von SEKEM rund 150 ha. Heute leben 40 Männer auf der Modell-Farm, die vor allem Datteln, Kamille, Zitronengras und Pfefferminze in Bioqualität anbauen.

Höhepunkt der Besichtigungstour ist eine erst vor zwei Wochen in Betrieb gesetzte Fotovoltaik-Anlage, mit der eine Wasserpumpe betrieben wird. Mit ihr werden Dattelpalmen auf einer Fläche von rund 25 ha mit Wasser versorgt. 

An der Planung und Installation beteiligt war die von SEKEM betriebene Heliopolis-Universität, deren Gebäude seit dem Jahr 2013 teilweise durch eine Fotovoltaik-Anlage mit Strom versorgt werden. Auch Schüler der SEKEM-Berufsschule legten Hand an und brachten damit ihr Wissen ein. 

Helmy Abouleish, der Geschäftsführer von SEKEM, berichtet uns, dass man der nachhaltigen Energiegewinnung hohe Priorität zuerkenne und informiert über anstehende weitere Fotovoltaik-Projekte.

Auch der sparsame Umgang mit dem wertvollen Rohstoff Wasser ist für SEKEM zentral, da dieser in Ägypten extrem knapp ist und bei einem Bevölkerungswachstum von zwei Millionen Menschen pro Jahr immer knapper wird.

Während das Wasser im Nilgürtel aus dem Nil gespeist wird, ist man in der libyschen Wüste auf die großflächigen Grundwasservorkommen angewiesen. Damit sich diese jedoch fortlaufend regenerieren können, sei man auf eine wassersparende Landwirtschaft angewiesen, betont Helmy Abouleish. Durch den Bio-Anbau können 20-40 % Wasser gegenüber dem herkömmlichen Anbau eingespart werden. Weitere Einsparungen lassen sich durch ausgeklügelte Bewässerungssysteme erzielen, die man kontinuierlich verbessert. So konnte man im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr 25 % Wasser einsparen.