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Warum gibt es Förderkreise (FK)?

Privatpersonen können nicht direkt Mitglied der Genossenschaft Oikocredit werden. Sie treten stattdessen einem der sieben deutschen Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Vereine, Stiftungen und Gemeinden, die bei Oikocredit investieren.

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Peru: Dem Zucker auf der Spur

Peru: Dem Zucker auf der Spur

18. Juni 2014 - von Ulrike Pfab - 2 Kommentare

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Als wir morgens aufbrechen, liegt Montero noch in dichtem Nebel. Außer ein paar angebundenen Eseln und Schweinen scheint sich im Dörfchen noch nicht viel zu regen. Dafür macht sich die Natur mit lautem Zirpen und Vogelgezwitscher um so bemerkbarer. Nach einem 20-minütigen Aufstieg bilden sich erste Schweißperlen auf der Stirn, aber das Ziel ist bereits erreicht: die Zuckerrohrfelder von Francisco Mijahuanga.

Der 42-Jährige ist seit 2007 Mitglied beim Oikocredit-Partner Norandino (früher CEPICAFÉ genannt). Der bio- und fairtrade-zertifizierten Genossenschaft gehören mittlerweile rund 7.000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern an, die Zuckerrohr, Kaffee und Kakao produzieren. So auch Francisco. Sein Anbau auf sechs Hektar Land ist diversifiziert. Zum Glück! Denn auch seine Kaffeeparzelle war vom Kaffeerost befallen.

Zuckerrohrfeld, Norandino, Peru

Doch auch der Zuckerrohranbau ist kein Selbstläufer. Es müssen Fallen für Schädlinge gebaut, Abstände zwischen den Pflanzen optimiert und die Wasserversorgung sichergestellt werden. „Wir leben in einem Paradies, aber wir fürchten, dass es zukünftig viele trockene Jahre geben wird“, so Francisco. Der Klimawandel lässt grüßen.

Norandino-Mitglied Francisco, Peru

Es bleibt zu hoffen, dass der kleine Wohlstand, den ihm die Mitgliedschaft bei Norandino und der faire Handel gebracht haben, nicht bald wieder zunichte gemacht wird. Wobei „Wohlstand“ hier nicht nach unseren Maßstäben verstanden werden darf. Das höhere Einkommen hat er in die Zukunft investiert: Seine Felder von einem auf sechs Hektar vergrößert und zwei seiner drei Kinder zum Studieren geschickt.

Auf unsere Frage, was nun besser geworden sei, antwortet er: „Nun ist immer genug Geld für Essen da, ich bin einfach weniger gestresst“. Wir wünschen ihm alles Gute!

Zuckermühle, Montero, Peru