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Warum gibt es Förderkreise (FK)?

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Unterwegs in Bolivien: Lydias LKW

Unterwegs in Bolivien: Lydias LKW

12. Mai 2014 - von Christina Alff - 0 Kommentare

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05:15 Uhr – Frühstück in Santa Cruz, der Morgen ist noch jung als wir zum Flughafen fahren – auf nach Cochabamba, in die andinen Höhen mit weniger Sauerstoff, dafür aber besseren Aussichten…

In Colomi besuchen wir eine Zweigstelle von CIDRE, eine Mikrofinanzinstitution, mit der Oikocredit seit 1988 zusammenarbeitet. Mittlerweile auf über 3000 Metern angelangt, bleibt uns nicht nur die Luft weg wegen der Höhe, sondern auch wegen Lydia!

Kreditnehmerin Lydia beim Oikocredit-Partner CIDRE

Lydia, eine 41 jährige Bolivianerin, hat bei CIDRE einen Kredit über 36.000 USD aufgenommen, mit dem sie dann einen Lastwagen gekauft hat, den nun ihr Mann für Transportzwecke aller Art nutzt. Auf die 36.000 USD Kredit legten die beiden 12.000 USD Ersparnisse drauf und dann war der LKW gekauft. Als Sicherheit haben sie ihr kleines Haus als Pfand in den Kreditvertrag schreiben lassen. Mir ist bei dieser Summe die Luft weg geblieben.

Den Kreditvertrag haben sie beide unterschrieben. Fünf Jahre haben sie Zeit, den Kredit zurückzuzahlen. Wie uns die Kreditsachbearbeiter von CIDRE erklären, ist das betriebswirtschaftlich durchkalkuliert und deshalb haben Lydia und ihr Mann den Kredit bekommen. Neben den Einkünften aus dem Transportgewerbe verdient Lydia Geld mit dem Verkauf von Blumen vor der Kirche und dem Schneidern von Kleidung im Erdgeschoss ihres Hauses.

Von Lydias Kindern (3 J.; 11 J.; 16 J.) gehen die zwei ältesten zur Schule und möchten später einmal studieren. Für mich ein klares Zeichen, dass die Eltern in Bolivien genauso ticken wie bei uns – die Kinder sollen es einmal besser haben!